Konservative Therapie

Wissenschaftliche Studien belegen mittlerweile, was wir immer schon wussten: Eine instabile Wirbelsäule tut weh. Chronische Rückenschmerzen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit schwacher Muskulatur. Starke Muskulatur stabilisiert die Wirbelsäule. Durch gezielte Kräftigung schwacher Muskulatur können folglich Rückenschmerzen deutlich reduziert werden.

Die tiefergelegenen feinen Muskeln steuern als Extensoren und Rotatoren die Bewegungsrichtung und sind naturgemäß schwächer veranlagt, als die gut sichtbaren äußeren Muskelpakete, die vor allem für die Kraft verantwortlich sind. Da die Steuermuskeln bei gleichförmigen Bewegungen vernachlässigt werden, entsteht selbst bei sportlich sehr aktiven Menschen allzu leicht ein muskuläres Defizit und damit eine muskuläre Dysbalance, ein Ungleichgewicht zwischen verschiedenen Muskelpartien.

Wird Muskulatur längerfristig überansprucht, verkrampft sie. Schwacher Muskulatur passiert das natürlich eher, als gut trainierter Muskulatur. Das tut weh und führt außerdem zu funktionellen Störungen der Wirbelsäule. Sind die feinen Muskeln betroffen, die unmittelbar das Wirbelgelenk umgeben, kann sich dieses nicht mehr frei bewegen. Wir sprechen dann von Blockierungen. Diese tun bei jeder Bewegung weh, da die verkrampfte Muskulatur schmerzhaft gedehnt wird.

Auch Verkürzungen von Bändern und Sehnen sind Folge falscher oder fehlender Belastung. Aus ähnlichen Gründen können diese ebenfalls Ursache für Schmerzen sein. Es ist also nur logisch, dass Rückenschmerzen oft durch konservative Maßnahmen nicht nur gebessert, sondern ursächlich behandelt werden können.

Die Struktur, die primär für die Entstehung eines Schmerzes verantwortlich ist nennt man Schmerzgenerator. Es kann sich dabei um diverse anatomische Strukturen handeln, die aus unterschiedlichsten Gründen gereizt und darum schmerzhaft sind. Degenerative Veränderungen an den Facettengelenken und an den Bandscheiben, bzw. Bandscheibenvorfälle können dafür verantwortlich sein. In begrenztem Umfang können auch über Anregung körpereigener (physiologischer) Mechanismen Heilungserfolge erzielt werden.
Den genauen Zusammenhang zu diagnostizieren ist die primäre ärztliche Aufgabe, ehe eine spezifische Therapie erfolgen kann.

Bereits Hippokrates kannte ähnliche Behandlungsformen unter der Bezeichnung des „Knochensetzens“. Über viele Jahrhunderte wurde die Chirotherapie von Laien und Heilern durchgeführt. Erfahrungen wurden von Generation zu Generation weitergereicht. Es handelte sich um eine reine Erfahrungsheilkunde (Empirische Medizin). Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Vereinigten Staaten durch Palmer und Still nahezu gleichzeitig die Schulen der Chiropraktoren und Osteopathen gegründet. Über Vertreter dieser Schulen kamen die Lehren nach Europa und wurden hier von Ärzten aufgegriffen, weiterentwickelt und auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt. Ärzte und Physiotherapeuten, besonders in England (u. a. James Cyriax, Alan Stoddard), Skandinavien (u. a. Olaf Evjenth, Fredy Kaltenborn), Australien (Geoffrey Maitland) und Deutschland (u. a. H.-D. Wolff, Gottfried Gutmann, Karl Sell) schufen damit die moderne Manuelle Medizin.

Die Manuelle Medizin sucht die Ursache der Störung und behandelt nicht nur Symptome. Bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern kann man von Bewegungsstörungen am Achsenorgan oder muskulären Verspannungsmustern ausgehen. Die Ausbildung ist lang und aufwendig, da sie nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern Fingerspitzengefühl und manuelle Techniken, also praktische Fertigkeiten. Für diese benötigt man einerseits ein gewisses Talent, andererseits aber auch sehr gute, erfahrene und geduldige Lehrer. Nur wer eine Vielzahl von Seminaren und Prüfungen absolviert hat, wird schließlich auch von der Ärztekammer berechtigt, die entsprechende Zusatzbezeichnung zu führen.

Dem versierten Manualmediziner ist eine unmittelbare Diagnostik durch die körperliche und funktionelle Untersuchung möglich. Es vermitteln sich ihm über die tastende Hand andere und manches Mal weitaus wichtigere Informationen, als durch technische Untersuchungsmethoden, Bilder und Zahlen. Gleichzeitig kann er durch Anwendung bestimmter chirotherapeutischer Techniken sogleich behandeln und entdeckte Funktionsstörungen beseitigen. Diese sind entweder selbst die Ursache der Beschwerden, oder aber Begleiterscheinung und verstellen den Blick auf die eigentliche Ursache. Der in der Manuellen Medizin geübte Arzt erhält somit einen viel direkteren Zugang zum Patienten und seinem Problem, als dies in der Schulmedizin möglich ist.

Die moderne Manuelle Medizin …

… erweitert den diagnostischen Raum um wertvolle klinische Parameter zur Beurteilung von Beweglichkeit und komplexer Funktion.
… ermöglicht klinische Rückschlüsse auf zentralnervöse Sensibilisierungen in Sinne veränderter Schmerzperzeption einzelner Bereiche des Bewegungsorgans.
… vermeidet konsequent die Verstärkung des nozizeptiven Einstroms und bedient sich wirksamer neuroreflektorischer Methoden zur muskulären Tonusregulation.
… verwirklicht nach den Regeln der DGMM in der sogenannten „sanften Manipulation“ die schmerzinhibitorischen Effekte intensiver Propriozeptorenreizung durch den schnellen Impuls.

Ärztliches Handeln basiert auf Fakten und fundierten Kenntnissen. Die Manuelle Medizin muss sich deshalb strengen Überprüfungsanforderungen stellen. Dies ist ohne klinischen Bezug nicht möglich. Dabei muss sie einen Spagat in der wissenschaftlichen Bewertung realisieren, der zwischen EBM (Evidence based Medicine) und ESM (Experience Space Medicine) und EBM (Einheitlicher Bewertungsmaßstab) gelegen ist. Denn: Wissenschaftlichkeit bedeutet Beurteilung von Qualität und Ergebnis.

Die Methoden der Manuellen Medizin werden gewichtet und bewertet. Sie stellt sich damit den Kriterien einer evidenzbasierten Medizin. Das bedeutet, eigene Forschung zu betreiben. Dies geschieht in Deutschland meist unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin (DGMM). Die Mehrheit wissenschaftlicher Studien kommt bislang aus dem angloamerikanischen Sprachraum. Aber auch in Europa beginnt man, die Forschung voran zu treiben. So wurde die Europäische wissenschaftliche Gesellschaft für Manuelle Medizin (ESOMM) gegründet.

Typische Behandlungstechniken, die üblicherweise in der Manuellen Medizin angewandt werden sind:

 

Weichteiltechniken:

Muskeln und Sehnen entlasten – kurzes Drücken eines Muskels mit den Fingern oder Reiben einer gestörten Struktur etwa am Sehnen-Muskel-Übergang sowie Dehnung quer zum Muskelfaserverlauf
Mobilisation: Beweglichkeit verbessern – wird zur Vergrößerung des eingeschränkten Bewegungsraumes eingesetzt. Es handelt sich um wiederholte Bewegungen, die Entlastung schaffen und Gleitbewegungen mit anfänglich geringer und später zunehmender Geschwindigkeit.

 

Manipulation: Gelenke befreien

eine Gelenkbehandlungstechnik, die mit geringer Kraft Impulse hoher Geschwindigkeit und kleiner Amplitude vermittelt und dadurch zu einer reflexartigen Lösung verkrampfter Muskulatur führt. Blockierte Gelenke werden hierdurch schlagartig wieder frei, ohne dass hierfür Gewalt angewendet wird. Bei dem manchmal auftretenden Knacken handelt es sich um ein normales Geräusch eines Gelenkes, in dem sich kurzfristig die Druckverhältnisse ändern. Es handelt sich dabei nicht um eine Verletzung.

 

Neuromuskuläre Therapien (NMT)

wird unter Anleitung des Arztes zur Behebung der Funktionsstörungen der Muskulatur und der Gelenke eingesetzt.

 

Muskulatur:
    • bewusste Entspannung: nach leichter isometrischer (gleichförmiger) Anspannung entspannt der Patient bewusst die zu behandelnden Muskeln (sog. postisometrische Relaxation)
    • Muskeldehnungstechnik: nach minimaler isometrischer Anspannung erfolgt mit geringer Kraft die Dehnung durch den Behandler
    • Dehnungsbehandlung: nach maximaler isometrischer Aktivierung erfolgt die kräftige Dehnung durch den Behandler (sog. Stretching)
    • Entspannung der Muskulatur durch die Aktivierung der gegenwirkenden Muskeln (Antagonisten)

 

Gelenke:
    • Mobilisation unter Ausnutzung der direkten Muskelkraft der gleichwirkende Muskeln (Agonisten)
    • Mobilisation nach postisometrischer Relaxation (Entspannung)
    • Mobilisation unter Ausnutzung der reziproken (wechselseitigen) Hemmung der antagonistischen Muskulatur

 

Muskel-Energie-Techniken

Verschiedene Behandlungstechniken, die u.a. die postisometrische Muskelentspannung zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit benutzen.

Die medizinische Kräftigungs- und Trainingstherapie stellt eine ideale Ergänzung zur klassischen Krankengymnastik und Physiotherapie dar. Sie steht für medizinisch fundierte Behandlung durch Anleitung zu eigenen aktiven Übungen, also zum Training mit dem Ziel der muskulären Kräftigung. Die Besonderheit der Methode ist, dass Defizite segmentaler Muskulatur trainiert werden können, ohne Gelenke und Bandscheiben zu überlasten. Hierzu werden auch spezielle Geräte und Trainingsmaschinen verwendet. Diese ermöglichen durch fein dosierte Gewichtsabstufungen und Gegenwichtung ein spezifisches Training der als defizitär identifizierten Muskelgruppen.

Tritonliege

Durch mechanische Traktion kann seit jeher eine Erleichterung von Wirbelsäulenbeschwerden erreicht werden. Das kann jeder bestätigen, der sich gerne an einer Stange oder einem Türrahmen festhält und die Beine baumeln lässt. Dieser Effekt wurde bei früheren Methoden der physikalischen Therapie durch Einsatz von Gewichten versucht zu verstärken. Dieser sehr unkontrollierte Zug an der Wirbelsäule war einerseits nicht ungefährlich und führte andererseits oft zu einer reflektorischen Gegenspannung der Muskulatur und damit nicht zum gewünschten Effekt der Relaxation.
Durch die Entwicklung eines computer-gesteuerten Seilzugsystems kann die Relaxation heutzutage aber erreicht und vor allem auch gesteuert werden. Durch verschiedene Zugmuster, also variierende Phasen unterschiedlich hohem Zuges von unterschiedlicher Dauer, lassen sich aber noch weitere verschiedenartige Effekte auf die Muskulatur, aber auch die Facettengelenke und vor allem die Bandscheiben erzielen. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang die Möglichkeit einer rein mechanischen Dehnung, Mobilisation und Dekompression. Aber auch antiinflammatorische Effekte können durch Anregung körpereigener Stoffwechselprozesse erzielt werden.

Sehr vereinfacht gesagt, lässt sich die hierdurch zu erzielende Besserung der Schmerzsymptomatik auf eine Linderung entzündlicher Prozesse, auf eine Lösung von Gewebe-Kontrakturen und eine generelle Druckentlastung zurückführen.

Distraktions mittels 3C

Entzündungsvorgänge im menschlichen Körper entstehen aufgrund Vermittlung von Informationen zwischen verschiedenen Zellen. Hierfür werden von bestimmten Zellen sogenannte Botenstoffe produziert, die an Oberflächenrezeptoren anderer Zellen andocken. Das Inerleukin-1 ist ein solcher Botenstoff. Duch diesen wird die Ausschüttung von Zytokinen vermittelt, Substanzen, die ein Fortschreiten der Entzündung bewirken. Es kommt dadurch zu Gewebszerstörung und Schmerzen. Die körpereigenen Zellen schützen sich vor diesem Effekt durch Bildung von Interleukin-1-Rezeptor-Antagonisten. Dies sind Substanzen, die die Entzündung hemmen, indem sie den Rezeptor blockieren, sodass das Interleukin-1 keine Wirkung entfalten kann.
Dieser körpereigene Stoff kann durch Entnahme und Aufbereitung eigenen Blutes im Labor angereichert und dann in hoher Konzentration an entzündete Stellen des Körpers zurück injiziert werden. Dadurch können Schmerzen, Entzündung und Zerstörung auf natürlichem Wege mit den eigen Waffen des Patienten selbst effektiv gestoppt werden. Die Behandlung eignet sich sowohl bei Entzündungen der Nerven, z. B. beim Bandscheibenvorfall, als auch der Gelenkschleimhaut bei Arthrose.

Verschleiß- und Entzündungsprozessen begegnet der menschliche Körper mit vermehrter Produktion und Ausschüttung biologisch aktiver Wirkstoffe. Durch hochdosierte Injektion von Enzymen, wie sie auch in menschlichen Zellen gebildet werden, kann z. B. die natürliche Abheilung von Bandscheibenvorfällen nachhaltig unterstützt werden. Andere protektive Substanzen können z. T. aus dem Blut des Patienten gewonnen, im Labor angereichert und zur Behandlung an Ort und Stelle injiziert werden. Eine hohe lokale Konzentration ist dabei sinnvoll. Elementar ist für den Erfolg der Behandlung ist die präzise Injektion an den Zielort unter CT-Kontrolle.

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